Reiskäfer

Der Reiskäfer besitzt eine Länge von knapp drei Millimetern und ist dunkelbraun gefärbt. Als Erkennungsmerkmal dienen vier orangefarbene Punkte auf seinen Flügeln.

Diese Käferart wächst vollständig im Inneren eines Getreidekorns heran. Das Weibchen nagt hierfür zunächst ein Loch in ein Korn und legt die rund 200 Eier hinein. Anschließend versiegelt sie die Öffnung mithilfe eines speziellen Sekretes. Durch diese Technik und die geringe Größe des Getreidekorns ist ein Befall meist schwer zu bemerken. Zudem nisten die Käfer häufig in der Mitte eines Getreidehaufens, da sie Dunkelheit bevorzugen. Selten nutzt der Schädling auch Teigwaren oder Graupen als Brutstelle. Der Reiskäfer wird besonders von Getreidebeständen angelockt, die eine hohe Feuchtigkeit aufweisen.

Durch den Käferbefall erwärmt sich der Getreidehaufen und entwickelt einen modrigen Geruch.
Treten die Schädlinge im Privathaushalt auf, können sie in der Regel durch simple Methoden erfolgreich abgewehrt werden. Neben der Entsorgung betroffener Lebensmittel hilft eine umfassende Reinigung des Lagerungsortes sowie der Küche. Werden Käfer entdeckt, sollten sie aufgesaugt werden. Nahrungsmittel, die unter einer Temperatur von 13 Grad aufbewahrt werden, sind für den Reiskäfer uninteressant und vor einem Befall sicher.

Große Getreidevorräte (z. B. in der Landwirtschaft) können nur durch eine Begasung mit Phosphorwasserstoff von diesem Schädling befreit werden. Bei dieser Vorgehensweise werden alle Larven des Käfers in den Getreidekörnern vernichtet. Nur ein Fachmann kann diese umfangreiche Abwehrmethode durchführen, da sie strengen gesetzlichen Richtlinien unterliegt.

» zurück zum Schädlingslexikon