Reismehlkäfer

Der hellbraune Reismehlkäfer wird ca. drei bis vier Millimeter groß. Die Flügel des Insekts werden von einer Zeichnung filigraner Streifen und länglicher Rippen geziert. Die Weibchen bringen mehrere Generationen jährlich hervor, die jeweils aus etwa 300 bis 600 Eiern bestehen. Bei Zimmertemperatur beträgt dir vollständige Entwicklungsphase des Reismehlkäfers durchschnittlich drei Monate. Larven weisen eine gelbbraune Färbung auf und erreichen eine Größe von etwa acht Millimetern. Als Nahrungsgrundlage dienen diesem Käfer Getreideprodukte, Mehl, Nüsse, Backwaren und Dörrobst. Er besitzt nur eine geringe Widerstandsfähigkeit gegen Kälte und kann ohne Nahrung nicht lange überleben.

Ein Befall kann an Häutungsresten in den Vorräten (z. B. auf dem Mehl) sowie verklumptem Mehl erkannt werden. Des Weiteren verbreitet sich durch ein Reismehlkäferaufkommen ein modriger Geruch.
Dieser Schädling kann infolge eines Befalls von Kornkäfern auftreten. In gastronomischen Betrieben oder lebensmittelnahen Unternehmen kann der Käfer durch Begasung oder dem Einsatz von Insektiziden abgewehrt werden. Da sich der Reismehlkäfer außerhalb des Getreidekorns entwickelt, sind solche Mittel im Gegensatz zum Kornkäfer effektiv. Ein Befall von Reismehlkäfern kann nur durch ausgewiesene Fachkräfte bekämpft werden.

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