Speckkäfer

Speckkäfer können auf eine Länge von bis zu zehn Millimetern anwachsen. Der dunkle Körper des Insekts wird von einem hellen Querstreifen auf den Flügeln geziert.
Dieser lichtscheue Schädling kann sich unwahrscheinlich rasch vermehren. Jährlich entstehen etwa sechs neue Generationen des Käfers. Dabei produziert ein Weibchen knapp 200 Eier, die bevorzugt in Lebensmittelvorräten abgelegt werden. Die Schädlinge zeichnen sich nicht durch eine hohe Widerstandsfähigkeit aus. Kurze Phasen von Kälte können allerdings problemlos überstanden werden. Der bevorzugte Lebensraum dieses Käfers ist ein geschützter und dunkler Ort. Fußleisten, Lattenroste und Schubladen dienen dem Schädling häufig als Unterschlupf. Ein Befall kann durch hinterlassene Häutungsreste erkannt werden. Weiterhin fressen die Larven auch tierische Endprodukte (z. B. Felle) sowie in manchen Fällen Wolltextilien an. Offenkundige Löcher können auf ein Speckkäfervorkommen hinweisen. Während des Verpuppungs-Prozesses durchbohren die Larven diverse Materialien. Dadurch entstehen vielfach Schäden, z. B. an Garnrollen und Kork.

Wird der Speckkäfer bemerkt, sollte der betroffene Bereich zunächst gründlich gereinigt werden. Insbesondere Staubsaugen ist essenziell, um die Käfer zu beseitigen. Auch schwer einsehbare Ecken sollten kontrolliert werden (u. a. unter Teppichen). Zudem empfiehlt es sich, Kleidungsstücke zu überprüfen und sorgfältig auszuschütteln. Sind Textilien aus Wolle befallen, ist Waschen keine Option, da die Wassertemperatur des Wollwaschgangs nicht ausreicht, um die Käferlarven zu zerstören. Liegt ein starker Speckkäferbefall vor, sollte in jedem Fall auf die professionelle Unterstützung eines Schädlingsbekämpfers zurückgegriffen werden. Nur durch ein konsequentes Vorgehen (z. B. durch Kontaktinsektizide) kann die Ausbreitung des Ungeziefers verhindert werden.

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