Stubenfliege

Die schwarze Stubenfliege kann bis zu acht Millimetern groß werden. Als Erkennungsmerkmal des Insekts dient ein hängender Rüssel, der in einem Saugkissen mündet sowie sich überschneidende Flügel während der Ruhephase.

Die Weibchen können knapp 2000 Eier produzieren. Zu den bevorzugten Ablageplätzen gehören Bereiche, in denen organische Stoffe zersetzt werden. Darunter fallen unter anderem Müllhalden, Komposthaufen und Exkremente. Stubenfliegen gelten als äußerst lästig. Sowohl Menschen als auch Haustiere stören sich an dem Ungeziefer. Die Fliegen suchen aufgrund der anziehenden Körperabsonderungen die Nähe von anderen Lebewesen. Weiterhin sind die Insekten Ãœberträger zahlreicher Krankheiten und Erreger. So können unter anderem Cholera, Kinderlähmung, Salmonellen, Typhus und die Maul- und Klauenseuche durch Stubenfliegen verschleppt werden. Neben der gesundheitlichen Gefahr ist auch eine Verunreinigung von Lebensmittelvorräten und Möbelstücken möglich.

Zur erfolgreichen Abwehr der Stubenfliege ist die Ursachenbestimmung elementar. Vorbeugend sollten Abfälle in geschlossenen Behältnissen aufbewahrt werden, kühl gelagert und rasch entsorgt werden.
Eine wirksame Präventionsmaßnahme sind Fliegengitter. Durch die an Fenster und Türen angebrachten Vorrichtungen wird der Anflug der Insekten verhindert. Lebensmittelnahe Unternehmen stehen in der Pflicht, diese Vorkehrungen zu treffen.

Während eines akuten Befalls innerhalb eines Gebäudes werden oftmals Klebefallen oder UV-Fallen eingesetzt. Diese Methoden dämmen das Schädlingsvorkommen zügig ein. Weiterhin werden so umherliegende Kadaver und Hautreste verhindert. Liegt ein schwerer Stubenfliegenbefall vor, sollte man sich an einen Fachmann wenden. Durch die professionelle Unterstützung kann das Problem rasch beseitigt werden. Zur Entfernung von Nistplätzen und Maden kommen Kontaktinsektizide zum Einsatz. Umherfliegende Insekten werden durch Nebelpräparate abgetötet.

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