Wühlmaus

Wühlmäuse erreichen durchschnittlich eine Länge von 12 bis 22cm. Der Schwanz des Tieres ist in etwa halb so lang wie der Körper. Im Unterschied zu artverwandten Schadnagern (z. B. Mäuse, Ratten) weist die Wühlmaus einen gedrungenen Körperbau und einen verhältnismäßig großen Kopf auf. In der Spanne von Frühling bis Herbst liegt die Paarungszeit dieser Art. Die weibliche Wühlmaus bringt bei einem Wurf etwa drei bis acht Jungtiere zur Welt. Die Tragzeit beläuft sich auf knapp drei Wochen. Die rasante Verbreitung dieses Schädlings ist in der kurzen Wachstumsphase begründet. Bereits nach acht Wochen sind die Jungen geschlechtsreif und können sich wiederum vermehren. Ein Weibchen wirft zwischen drei und sechs Mal jährlich. Die Wühlmaus lebt in feuchten Böden und ist häufig an Bachläufen, Abhängen und Gräben anzutreffen. Darüber hinaus hält sie sich wegen des reichhaltigen Nahrungsangebots gerne in Weinbergen oder in Obstgärten auf. Diese Mäuse errichten weitläufige, unterirdische Gangsysteme, die deutliche Grasnarben verursachen. Zudem schädigen sie durch Anfressen Zierpflanzen sowie Obst- und Gemüsebestände. Der Schadnager zeichnet sich durch seine Widerstandsfähigkeit aus. Er hält keinen Winterschlaf und ist sowohl nachtaktiv wie auch am Tage zugange.

Als aktives Bekämpfungsmittel haben sich spezielle Fraßköder bewährt. Schnellen Erfolg verspricht der Einsatz von Gas. Dabei wird ein Präparat in das Gangsystem eingeführt, das sich in Verbindung mit Feuchtigkeit zum Gas entwickelt.

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